Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 25. März 1926 (Karlsruhe, Postkarte)


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Karlsruhe, den 25.3.26
9 Uhr.
M. L! Nach sehr gedrückter, tatenloser Fahrt sitze ich in K, wo es viel bessere Hotels gibt als in Heidelberg. Indem ich das Karlsruher Tageblatt studiere, sehe ich, daß die alte Frau Gunzert von ihren Leiden erlöst ist. - - An der Bergstraße die ersten aufblühenden Bäume. Heidelberg schon in der Dämmerung versunken. Schwetzingen im Vorbeifahren gerade noch erkennbar. Dank für Dein Kommen heut früh. Wenn Du aber nicht dafür sorgst, regelmäßig auszuschlafen und wenn Du überhaupt nicht - <mehrere Wörter unleserlich> Reichenau, wo ich heut nun Zigarren hinsende, um sie nicht verzollen
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| zu müssen, von Preußen annektiert und dann sollst Du mal sehen. Wenn Du noch mal nach dem Hohenzollerndamm kommst, lies doch den Brief von Dr. Geiger, der auf m. Schreibtisch liegt. Herzliche Grüße in Berlin u. Stolpe. Gute Reise Dein
Ed.

[li. Rand S. 1] Das Bad. Lehrerbildungsgesetz (reaktionärer als Preußen) angenommen.