Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. Oktober 1926 (Berlin, Postkarte)


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17.10.26.
M. L.! Es tut mir so leid, daß Dir unser Zusammensein wieder nicht bekommen ist. Du solltest wieder prophylaktisch ein paar Bäder nehmen. Hoffentlich hast Du nicht zu arge Schmerzen! Ein bißchen schuld bist Du aber auch. - Ich bin um 10.33 angekommen; fand das versprochene Buch der K. Hermine mit Widmung u. Einladung zum 25.X nach Cecilienhof. Rektoratswechsel. Soeben fahre ich zum Anh. Bhf, hole Felix; um 5 ist bei mir Tee: Agnes Biermann u. ihr Mann, Felix, Wenke, der sie abends ins Serail entführt. Vielleicht morgen Potsdam. Gestern fleißig bis tief in die Nacht. Ich bin zum Mitglied der Erfurter Akademie ernannt worden, Humboldt zu Ehren. Auch eine andere, hier nicht mitteilbare Ernennung fand ich vor. - Im Weiberstaat werden die Eier hoffentlich von Männern gekocht, damit sich die Regierenden nicht beschlabbern.
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| Gestern war Joachim Wach bei mir. Es ist genug zu tun.. Schreibe mir oder bitte den Vorstand, mir zu schreiben, wie es geht. Ich denke noch immer in unsrem Zusammensein fort u. danke Dir für die schönen Tage, die Krönung der Reisen. Daß Du mir m. Briefe verkramt hast, davon reden wir ein ander Mal. Gute Besserung. Tausend Grüße - auch an unsre Freundin
<li. Rand>
Dein
Eduard