Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 2. Dezember 1926 (Berlin, Postkarte)


<Briefkopf der Zeitschrift "Die Erziehung">
2.XII. M. L. Natürlich bitte die neueste Aufl. Ich danke Dir herzlich für Deine lieben Zeilen, die ich heut nicht gleich beantworten kann. Nur soviel, daß ich von dem Kaufplan Abschied genommen habe, weil die Raumverteilung zu ungünstig war. Gestern ist die Sache in der Deutschen Akademie von ½ 6 - ½ 12 ohne Zwischenfall gestiegen. Es geht mir aber nicht gut. Die bekannten Störungen werden immer stärker. Ob Kurzrock sie richtig beurteilt u. behandelt, weiß ich nicht. Er hält den N. vagus für verantwortlich, gibt Belladonna u. Eldoform bei strenger Diät. Mir kommt es so vor, als wäre etwas Lokales da. Jedenfalls störend beim Dienst, u. der ist so stark wie selten: immer bis tief in die Nacht. Hoffentlich <li. Rand> hat sich Deine Erkältung gebessert. Bald mehr. Du weißt <Kopf> ja: Sonnabend/Sonntag Erfurt. Pr. L. F. ist wieder in m. Kolleg. Er hat mich danach kurz aufgesucht, u. wir haben gut miteinander gesprochen, aber er hat <re. Rand> nicht gesagt (was die Studenten wissen) daß s. Vater einmal mit da war. <Kopf> Gestern war ich nur so eingepökelt zwischen d. weibl. Excellenzen.