Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 22. Januar 1926 (Heidelberg/Postkarte)


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<Poststempel vom 22.01.26.>
Vielen Dank für Deine liebe Karte, die ich heute nur im gleichen Format beantworten kann. Es handelt sich nämlich um die Gabe für den 2.II. Wäre es Dir recht, wenn ich für uns die Deutsche Geschichte von Dietrich Schäfer wählte? Es ist natürlich nicht ganz "unser" Standpunkt, aber die Biographie hat bei uns hier Erinnerung an manchen persönlichen Eindruck geweckt u. ich weiß, daß Aenne sich daran freuen würde. Auch gelegentliche Opposition wäre ja anregend. Also wenn Du nicht abwinkst, bestelle ich das Buch am Montag. - Heute habe ich in der Augenklinik ein Auge gemalt, war auch wieder bei Bethmann - u. außerdem wirft der Geburtstag seine "Strahlen" voraus. Die Familie in Ludwigshafen fordert zu einem Fest im dortigen Kasino auf (à 5 M!) u. will außerdem Schwänke aus Aennes Leben zu Aufführungszwecken wissen. 1. recht spät u. 2. weiß ich nichts. - Am Montag d. 1. soll ein kleiner stiller Kaffee mit
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| Mathys bei mir sein - weit hübschere Aussicht. u. mehr in Aennes Sinn. - Frau Gunzert hat Rippenfellentzündung - möchte sie nicht mehr zu lange leiden. - - Daß die Rede erst am 28. ist - ich habe es schriftlich von Dir, daß es der 21. sei. Das wird wohl der Termin für den Druck gewesen sein. Ich bin froh, daß Du damit fertig bist. - Heute also, m. L. nur viele herzliche Grüße, ich hoffe bald wieder zu schreiben, habe aber eben auch mal "viel zu tun".
D. K.