Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 24. Dezember 1926 (Heidelberg, Postkarte)


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Heidelberg. 24.XII.26.
Mein Liebstes,
zum Fest kommen diese Zeilen ja nicht mehr recht, aber ein Lebenszeichen mußt Du doch noch haben, ehe Du endlich - endlich herkommst. Ich bin auf jeden Fall Montag nacht 1.25 an der Bahn - das macht mir garnichts, u. es wäre schrecklich, wenn Du aus unnötiger Rücksicht Deinen Plan ändertest. - Gestern abend schon haben wir, wie gewöhnlich, unser kleines Privat-Weihnachten gehabt. Meta u. Lotte Koeppen waren da u. es war sehr gemütlich.
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| Alles Schöne was ich bekam, wirst Du sehen, aber das Schönste kennst Du ja. Das ist ja ein Ideal von einer Mappe u. dehnbar in die Unendlichkeit. Und Unendliches wird ja auch hinein kommen!
Wenn Dir doch die Reisetasche auch gefiele! Ich bin dessen leider nicht so sicher. - Also heut bei Riehls - u.s.w., u.s.w. - Wir fahren in 1 Stunde nach Ludwigshafen, Sonntag mittag bin ich dann mit Lotte Koeppen, der einzigen, die nicht fortreist, zusammen.
Und nun wird ja die Zeit auch noch herumgehen. Ich warte - warte, u. freue mich unendlich!
Deine Käthe.

[Kopf] Der große Tisch u. der Papierkorb stehen schon bereit!