Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 7. April 1927 (Berlin/Wilmersdorf, Postkarte)


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<Stempel: Professor Spranger
Berlin-Wilmersdorf
Hohenzollerndamm 39>
7.IV.27.
M. L!  Ich kann auch hier zu keinen anderen Resultat kommen als neulich. Deshalb schlage ich vor, daß wir mal erst nach Luzern fahren, was in 1½ Tagen zu erreichen ist, und je nach Wetter entweder dort bleiben, oder am Vierwaldstättersee, oder südl. Gotthardt (in Locarno sind Zollinger u. PetersKiel) oder Thun etc. Unsre Verabredung soll also sein: Sonnabend Abend 8 Uhr im Hotel schräg links gegenüber Bhf Karlsruhe. Besser im Hotel als im Bhf, für den Fall, daß Du den Tag in K. Dir etwas ansehen willst. Vielleicht bringst Du das Opfer, bis K. IV. zu fahren. Am nächsten Tage müssen wir nämlich 8.10  II. Kl. weiterfahren. / Ich suche einen Ort, der schön ist, aber nicht überfüllt, u. ein Hotel, das gut ist, aber keinen Zwang zur Toilette u. Gesellschaft auferlegt. Beides ist in Locarno sehr fraglich, da eben Ostern in unsere Reise fällt. Ob Susanne bis K. mitfährt, ist noch nicht sicher.
Post nicht vergessen. Wenn noch irgend eine Nachricht nötig ist, mußt Du gleich nach Empfang dieses telegraphieren. In herzlicher Freude Dein Eduard.
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P.S. Nachm. ½ 4.  Soeben kommt Susanne mit der Nachricht, daß Platzkarten für Sonnabend früh schon jetzt nicht mehr zu haben sind. Ein anderer Zug aber kommt nicht in Frage. Vielleicht geht ein Vorzug. Jedenfalls aber ist unter diesen Umständen folgendes zu sagen geraten: Sollten wir abends nicht kommen, bitte keine Beunruhigung, sondern im Hotel bleiben, bis wir kommen.
Herzl. Gruß.
E.