Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 3. Juli 1927 (Bahn Berlin/Eisenach, Postkarte)


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Bahn – Berlin–Eisenach
3.VII.27.
M. L.  Ich bin mit Erika unterwegs nach Eisenach. Meine Hoffnung, Dir gestern Nacht noch schreiben zu können, erfüllte sich natürlich wieder nicht. Ich bin knapp ausgerüstet für morgen u. eigentlich so marode, daß ich ein paar ruhige Tage brauchen könnte. Doch davon ist keine Rede. Mein Vorschlag einer Begegnung mit R. bezog sich natürlich auf Eisenach. Aber das hätte ja doch keinen Zweck gehabt. – Meinen kurzen Dank für Deine lieben Gaben kann ich auch heut nur kurz wiederholen. Später (aber wann?) folgt dann der Bericht u. eine Auswahl aus den 50 Briefen. Daß Frl. Friedberg †, schrieb ich wohl schon (Näheres weiß ich nicht.) Jetzt
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| sind der Vater v. Hedwig Koch u. der Prorektor Dr. Lampe (Studiengemeinschaft) gefolgt. In m. Koffer wie zu Hause türmt sich das Unerledigte auf. Susanne fährt heut nach Adelboden (Schweiz). Gestern gelang es mir zum 1. Mal in diesem Jahr für 10 Min. den Kirchhof aufzusuchen, indem ich dies als Meditationsstätte für die Rede be<li. Rand>nutzte. Viel herzliche Grüße u. die erneute Bitte um Geduld innig Dein <Fuß> Eduard.