Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 2. Oktober 1927 (Berlin, Postkarte)


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Hindenburgtag 2.X 1927.
M. L!  Auch diese Karte muß einmal verschrieben werden. Morgen früh fahre ich also nach Cobern bei Koblenz, Hôtel Simonis, von dort am 7.X. früh oder mittags nach Saarbrücken, Hôtel Meßmer. Von da im günstigsten Falle am 9.X ab Saarbrücken 19.50, an Heidelberg 23.24. Sonst wohl erst am 10.X. Bei der ganzen Sache ist mir etwas mulmig. Die Herzaffektion ist
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| zwar nur andeutungsweise in den ersten 2 Tagen wiedergekehrt, der Schnupfen aber ist am 8. Tage noch so in Blüte, daß ich nicht weiß, ob es noch Schnupfen, oder schon wieder Kiefer ist. Wenn ich Dir nur nicht wieder Beschwerden mit m. corpus mache. – Am heutigen Hindenburgtag huldigen 40000 "Jugendliche". Mich hat keine Einladung zu irgend einer Veranstaltung gefunden. Sonst zu jedem Turnfest. – Ich bin diese 6 Tage wieder recht tätig gewesen. Eigentlich brauchte ich ja neben der Erledigung der Post weiter keinen Beruf. Ich beschränke mich heut auf diese kurze Mitteilung, da ich ja hoffen darf, daß wir uns am Sonntag oder Montag wiedersehen. Herzliche Grüße und gute Wünsche für den Vorstand. In innigem Gedenken Dein Eduard.