Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 4. Oktober 1928 (Berlin/Dahlem-Dorf)


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<Stempel: Prof. Eduard Spranger
Berlin-Dahlem=Dorf
Fabeckstr. 13>

4.X. abends.
Mein innig Geliebtes!
Die Operation soll also am Montag Mittag stattfinden. Die Übersiedlung ins Sanatorium am gleichen Tage früh. Dein lieber Brief sagt mir, daß Du in der Lage bist zu kommen, und ein Bett etc. ist heute bereits gekauft. Nun wäre es mir lieb, wenn Du am Sonnabend Mittag oder Abend schon bis Darmstadt oder Frankfurt fahren könntest, dort übernachten und am Sonntag um 7.47 ab Frankfurt, an Bln. [neben der Zeile] D73. Potsdamer Bhf. 18.20. Das ist aber nach dem Sommerfahrplan angegeben.
Bier war gleich zu schneiden bereit (vorn und hinten). Er sagte, es sei nicht sicher, dass damit alle Beschwerden aufhörten. Da aber die Möglichkeit bestünde, daß sie damit zusammenhingen, müsse man es machen. Dauer 8 Tage. Ich bin eben dabei, alle Reisen definitiv abzusagen.
Wenn Du nicht depeschierst, bin ich am Sonntag Abend 6.20 am Potsdamer Bhf.
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Innigen Dank im voraus und herzliche Grüße
Dein
Eduard.

Ich schlage diesen Zug vor, weil ich Dich von den späteren nicht gut abholen könnte. Sollte es Dir aber so unbequem sein, so nimm am [über der Zeile] A./ Bhf. gleich ein Auto (Blechnummer ist nicht mehr). Denn den Koffer dürfte ich Dir jetzt doch nicht tragen.
d. O.