Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 6. März 1928 (Heidelberg)


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6.III.28.
Mein Liebstes,
erst die ungehörige Pause u. nun schon wieder eine Nachricht!! Aber ich muß Dich etwas fragen u. um möglichst rasche Antwort bitten. - Heute hat Prof. Weidenreich aus freien Stücken erklärt, es seien jetzt nur noch 5 kleine Zeichnungen, die ich sicher in dieser Woche fertig bekäme. Augenklinik u. Pathologie sind erledigt. - Da taucht nun die Möglichkeit vor mir auf, am 14.III. zur Confirmation von Mädi in Berlin zu sein. Wäre Dir das unlieb? Ich täte es gerade um Mädi’s willen gern u. ich würde Dich ganz gewiß nicht stören, könnte ja die verschiedenen alten Beziehungen aufsuchen, bis Du mich brauchst u. für mich Zeit hast. Nur möchte ich es nicht hinterrücks ins Werk setzen, ohne Dich zu fragen. Es wäre so schön, Dich schon eine Woche früher wenigstens wieder zu "sehen".
Mit treuen Grüßen, in Eile
Deine
Käthe.