Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 16. März 1928 (Berlin)


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Berlin. 16.III.28.
Mein liebstes Herz!
Ich möchte Dir Bericht erstatten über meine Mission bei Frau Korgitsch. Ich fand sie im Bett u. ziemlich elend. Sie sah nun selbst ein, daß für sie die Erledigung des Umzugs nicht möglich sein würde u. erklärte, sie habe schon mit Dahlke gesprochen, der die Sache übernehmen u. gut ausführen werde. Es sollten die alten Leute von damals wieder dazu bestimmt werden. Ich sagte, daß der Termin zu früh sein werde, am besten der 30. 31. passe. Sie denke, es werde möglich sein u. will Dir selbst bestimmte Nachricht geben. Es soll – (mit Zwischenraum von 1 Tage) vorher ein Packer kommen. Für die Bücher
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| wurden Kisten geliefert.
Sie war – wie immer – unendlich redselig, erzählte von fabelhaften Umzügen mit 6–20 Wagen, die sie besorgt hat. Ich konnte nur schwer den Schwall unterbrechen, um bei der Sache zu bleiben. Grüße soll ich Dir ausrichten u. ihr Bedauern über das Versagen.
Ist Dein Prof. Halstein pünktlich gekommen? Ich bin betrübt, daß Dir alles so schwer gemacht wird; hoffe nur, daß es dann hinterher umso erfreulicher sein soll.
Bis morgen nachmittag viel innige Grüße von
Deiner
Käthe.