Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 21. Januar 1929 (Dahlem, Postkarte)


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21.1.29.
M. L! Es ist wirklich alles in Ordnung. Herzlichen Dank für Deine lieben Zeilen. Am Sonnabend konnte ich - bei plötzlich mildem Wetter - mein Referat vor den - 35 Leuten schon mit recht gutem Erfolg erledigen. Auch gestern war ich etwas draußen; und heut habe ich die Vorlesungen wieder aufgenommen, von m. Studenten ganz gegen den heutigen Gebrauch mit großer Sympathie begrüßt. Frl. Silber ist auch so lala wieder. - "Es geht auch, wenn Du aussetzen mußt." Stimmt leider nicht, sondern es muß alles wieder eingeholt werden. Aber da es nur knapp 4 Tage waren u. die äußeren Umstände (18. Januar) günstig waren, so kommt es schon wieder ins Lot, zumal die Nachwirkung der Grippe diesmal nicht stark ist. Morgen um 4 kommt Dr. Günther. Examen Knaack noch in der Schwebe. Von Köln nichts Neues. Heut Abend gehe ich zu Frankes. Dir wünsche ich glückliche Fahrt nach Frankfurt u. grüße Dich herzlichst Dein
Eduard.

[li. Rand] Das Bild hängt. Das Klavier geschädigt durch - zu große Trockenheit.