Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 5. April 1929 (Berlin, Postkarte)


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5.IV.
M. L! Da von Dir bis jetzt keine Nachricht gekommen ist, ob Du auf einen Zwischenaufenthalt in H. Gewicht legst, muß ich nun wohl meine Vorschläge machen, da es sonst zu spät zur Verständigung wird. Ich fahre am Montag früh hier ab, bin kurz nach 4 in Darmstadt (Bahnhofhotel). Dort habe ich eine Konferenz in Sachen Ak. Dtschld. Dienstag um 10.11 steige ich in den Dzug nach Basel. Bitte teile mir nach Darmstadt mit, ob es Dir bequemer ist, in Mannheim oder Karlsruhe zu mir
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| zu stoßen. Billet III. Klasse, wenn möglich bis Zürich; sonst bis Basel. Ich konnte noch nicht feststellen, ob von Basel bequemer Anschluß nach Zürich ist. Jedenfalls erreichen wir es noch am gleichen Tag. Alle Naturexperimente rate ich aufzugeben, da das Wetter zu unzuverlässig ist u. wir uns keinen unnötigen Schädlichkeiten aussetzen wollen. In Zürich (für den Fall des Verfehlens) Zentralhotel, gleich jenseits der Limmatbrücke. Zollinger empfiehlt für Bleiben Waldhaus Dolder, auf dem Berg rechts der Limmat. Ich kenne es u. habe Lust dazu; möchte aber sein Anerbieten, gleich Zimmer fest zu bestellen, lieber nicht annehmen. Da ich spätestens am 27.IV. zurück sein muß, hättest Du Dich also auf die Zeit vom 9.-26.IV. einzurichten. Bestehen irgendwelche Schwierigkeiten, so erreicht mich ein Eilbrief noch am Sonntag. Nach Darmstadt muß ich jedenfalls am 8. fahren. Auf gutes Wiedersehen mit vielen herzlichen Grüßen
Dein Eduard.