Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 22. August 1929 (Berlin, Postkarte)


[1]
|
22.8.29.
M. L. Von meinen 1000 S. Habilitation habe ich nun 750 glücklich geschafft. Es geht ja alles ganz gut, wenn man für eigne Arbeit, auch nicht für bloßes Lesen, keine Ansprüche stellt. Gestern habe ich den Vorsitz in der D. Ak., gegen alle Vorstellungen fast, endgiltig niedergelegt. Dienstag war ich von 5–8 mit Rudolf Kühne zusammen. Morgen kommt H. Walz, Sonnabend Dora Thümmel, Sonntag noch Wenke. Es bleibt bei den Reiseeinteilungen: Montag früh hier fort, nachm. bei Tante Koch in Köln. Dienstag Abend bis Sonnabend früh Ebernburg. (Genauere Adresse kann ich nicht angeben.) Gegen 12 in Mannheim. Also Mittags in Heidelberg. – Ich liebäugele jetzt mit Heiden. Die einzige Besorgnis ist, daß dort vielleicht schon Bodenseenebel sein könnte. Das Hochgebirge würde in m. jetzige Stimmung wenig hineinpassen. Frl. Kiehm war in Partenkirchen bei Wittings u. schreibt, als ob da alles restlos verwahrlost wäre, Menschen u. Dinge, offenbar übertrieben. Kerschensteiner geht nach Badenweiler, Seitzens nach Baden-Baden. Wenn ich wüßte, daß der September noch sehr schön wäre, ginge ich auch in einen größeren Schwarzwaldort. Aber welchen? <li. Rand> Haben Deine Schmerzen nachgelassen? Ich freue mich innigst auf das freilich kurze Wiedersehen. <Kopf> Grüße bitte auch den Vorstand.
Dein Eduard.