Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 14. September 1929 (Heiden, Postkarte)


Heiden, 14.9. M. L. Die Berliner Nachricht hat mich sehr erschreckt. Laß mich doch wissen, ob es besser geht. An Frau v. D. meine Empfehlungen! - Wetter hier andauernd gut. Es gefällt mir immer gleich. Befinden seit Sonntags Marsch nicht gut. Sehr merkwürdige Zustände im Leibe - vielleicht Bauchmuskelrheumatismus? Heut besser; zum 1. Mal seit Ankunft Appetit, obwohl immer normal gegessen. Prof. Schmitt hat mich hier besucht. Gestern m. Gegenbesuch in St. Gallen, auch bei s. Frau (erfolgreich lungenoperiert) u. Prof. Müller. Letzterer mit Tochter wird wohl Montag Gegenbesuch machen. Ich bleibe längstens bis Do früh hier. Wohin dann, später. Ich bin auch ziemlich fleißig gewesen, da ich sehr wenig unternehme. Einmal in Rorschach war nicht beglückend. Weiter gute Kur wünschend bin ich mit <re. Rand> innigem Gruß Dein Eduard.
[li. Rand] Im Korrigieren werden Sie es nie zu "einiger <Kopf> Fertigkeit" bringen.  \ Bin meist von 8 - ½ 11 im Freien.