Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 19. September 1929 (Mittenwald/Bahn Partenkirchen, Postkarte)


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Mittenwald, Bahn Partenk.
19.9.29. Abends 11
M. L! Also ich habe vergessen, Dir den Reiseplan mitzuteilen? Ich erhielt aber noch Deinen lieben Brief. Vorgestern R-au., via Mannenbach. Überfahrt zauberhaft - spiegelglatt, anfangs dumpfe Wärme. Bei F.s alles wohl; bes. lebhaft Vater Welte. Wein mißraten! Tags zuvor mit Müller - St. Gallen in Walzenhausen-Meldegg. Heut früh 8 Uhr mit Post nach St. Margrethen. Dann Bregenz. Lange Aufenthalt in Feldkirch. Arlbergbahn, Landeck, Inntal bis Innsbruck. Gerade noch Anschluß erreicht. Jetzt via Seefeld. Es ist schon dunkel. Die Luft ist hier doch anders. Am letzten Tag kam zum 1. Mal der Seenebel. Aber es war doch ent
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|zückend. Nur zuletzt zu viel Post. Brief v. Geheeb mit sehr interessantem Bericht über P. Kr.s Rückfall. Mittwoch geht es nach Hause.
Daß Fel. nicht da ist, weißt Du ja. Hzl. Gruß
Eduard

[li. Rand S. 1] Auf der Reichenau habe ich nur 4 Std vor dem Hause gesessen. Erkennst Du mich wieder?