Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 30. Oktober 1931 (Dresden, Postkarte)


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<Postkarte mit Bildnis von Freiherr vom Stein auf S. 2>
Dresden (Hotel Monopol = wie 1911) den 30.X.31.
M. L. Seit gestern Abend bin ich wieder auf deutschem Boden. Die letzten Tage in Gr. waren ebenso inhaltreich wie strapaziös u. arm an Schlaf. Am Donnerstag Korinth, mit Ritt auf Pferd u. Esel nach Oberkorinth (577 m), Führer Paleologos. Am Freitag Autofahrt nach Sunion mit Pfarrer. Herrliches Meer u. Inselblick. Abendessen mit Louvaris auf L. Autofahrt bei Mondschein. Sonnabend früh Besuch griechischer Schulen. Um 7 Uhr [über der Zeile] abds Abfahrt nach Insel Tinos Luxuskabine mit Wanzen, schlechter Schlaf. Ankunft bei Sonnenaufgang. Weiterfahrt nach Delos mißglückte. Tag durch Scirocco für Louv. u. mich ziemlich beeinträchtigt. Abends in der schönen Inselstadt Syra. Zurück dieselbe Kabine. Früh morgen um 5 auf Deck im Piraeus Sonnenaufgang abgewartet. Abschiedsbesuche, sehr angefreundet mit Gesandten u. Frau, auch auf sachlicher Basis. Dienstag gab ich 12 Uhr Frühstück für 8 Personen. 12.50 Ab<li. Rand>reise. Fahrt glatt. Angenehme Gesellschaft. Belgrad bei Aufenthalt besehen. Traf bei Preßburg im Zuge alten Bekannten, Stadt<re. Bildrand>pfarrer Glondys aus Kronstadt, Führer der Sieben
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|<li. Bildrand>bürger Sachsen. Bin noch mit ihm zusammen. Abends <Kopf> gen Dienst. Reise um ½ 2 hier ab <Fuß> Herzlichstes Gedenken u. Grüße Dein Eduard.