Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 12. August 1931 (Heidelberg)


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Heidelberg. 12. Aug. 1931.
Mein Liebstes,
also nicht in der Sonne! Na, das ist ganz gut. - Mit Schönwald habe ich unmittelbar nach Deiner Abreise telephoniert und war zunächst sehr empört, weil es hieß, das Zimmer sei doch erst Montag frei. Man hat mir aber gelobt, daß Du ein gutes Zimmer im Haupthaus bekommst bis das mit Balkon zur Verfügung ist. Ich habe es sehr dringend gemacht, mehr konnte ich nicht tun. Du wirst also am Freitag vormittag dort erwartet. Natürlich hat es mich aufgeregt, daß Du verstimmt sein werdest, aber ich hoffe doch, es wird noch besser ablaufen, als ich im ersten Moment
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| dachte und Du doch ein behagliches Unterkommen haben.
Deine Aufträge habe ich heut vormittag erledigt und erwarte nun Deine Direktion betreffs der Überbringung.
Hoffentlich kannst Du diese Tage doch schon etwas Erholung haben. Von Hitze hat man ja nicht zu leiden.
Mit vielen herzlichen Grüßen und in Ungeduld Dich endlich zu sprechen
Deine
Käthe.