Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 30. Januar 1932 (Meierei, Postkarte)


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Meierei, 30.I.32.
M. L!   Jeden Tag habe ich gehofft, von Dir etwas zu hören, u. ich bin in Unruhe, daß Du nicht geschrieben hast. Hoffentlich kommt morgen etwas! - Ich bin sehr unerlaubter Weise heut mal ausgerückt - von Neubabelsberg via Klösterli hierher. Unterwegs habe ich mir den morgigen Vortrag über die Lebensalter etwas überlegt. 3 Sondervorträge in 1 Woche ist etwas viel. Der Rundfunkvortrag scheint weder geschadet noch genützt zu haben, ist aber durch WT. verbreitet worden u. z. T. in der B.B.Z. erschienen. Gestern in der Staatswiss. Gesellschaft hatte ich einen nie dagewesenen großen Kreis: 21 Leute statt 12 sonst - sehr lebhafte Diskussion bis sehr spät. - Lenz hat
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| 2 Schlaganfälle gehabt, es geht aber besser. Frau Rohde ist fort. Dora Ths Tante ist gestorben. Von Frau Witting nichts. - Sonst läuft die Arbeit in gleichmäßiger Intensität fort, u. es ist nichts von Belang zu berichten. Hoffentlich bist Du wiederhergestellt!! Viel innige Grüße Dein
Eduard.