Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 31. Juli 1932 (Berlin/Dahlem, Postkarte)


31.7.32.   M. L. Es freut mich, daß Du gut heimgekehrt bist. Hier fehlst Du mir - man kann mit niemandem schimpfen. Auch wäre vieles zu erzählen. Die Vorlesungen habe ich beide bei voll besetzten Häusern wie nie recht gut geschlossen. Selbst im Seminar kam zum Schluß noch ein sehr gutes Referat. Dafür aber Fakultätssorgen und -kämpfe. Auch habe ich in Sachen der Pestalozziausgabe einen schweren <unleserliches Wort> gemacht. Jetzt schreibe ich Danksagungen auf Akkord. Von den verschickten ist bisher keine zurückgekommen. Dein Verdienst. Außerdem wird aufgeräumt, was sich über 4 Tage erstrecken wird. Hast Du den Erlaß des Reichsministers d. I. gelesen? - Bitte sieh doch mal nach, ob Du unter m. Schriften findest: 1) 1919. Sinn u. Aufgaben eines Bundes der Frontsoldaten 2) 1919 Treue gegen Wahrheiten. 3) 1918: Zum polit. Bildungsideal. 4) 1918 etwas für die Deutsche Gesellschaft f. staatsbürgerl. Erz. - Was Du findest, bringe bitte mit. Strenge Dich nicht zu sehr mit dem Zeichnen an. Vor dem Dienstag 9.VIII. werde ich kaum schreiben. Also Abreise wohl am 11.VIII. Bis 7.VIII. Hotel Wolf. Alles Gute für den Vorstand. Viel herzliche <li. Rand> Grüße u. Wünsche Dein dankbarer Eduard