Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 21. Oktober 1932 (Amsterdam, Postkarte)


Amsterdam, 21.X.32. M.L! Wenn ich bisher noch keinen Bericht gesandt habe, so liegt das an dem dreifachen Kampf, den ich mit einem schauderhaften Nervenzustand, mit dem Klima u. der Liebenswürdigkeit meiner hiesigen Kollegen zu führen habe. 2 Vorträge sind vorbei - mit "Erfolg", obwohl ich mit dem 2. nicht zufrieden war und die Situation hier überhaupt nicht "reif" ist. Werner Imhülsen u. ein sympathischer deutscher Lektor (½ m. Schüler) halfen mir. Ich habe die Stadt u. ein paar Rembrandts gesehen. Erst heut ein wenig Freiheit: bei Sturm allein an der Nordsee (Zandvoort) u. kurz in Haarlem. Morgen rede ich (hier wohnend) in Haag, Sonntag <Wortteil unleserlich>besuch vom Haag, Montag rede ich in Leiden. Rückreise <li. Rand> spätestens Mittwoch. Wegen meiner Schwäche sehne ich sie herbei. Herzlichste <re. Rand> Grüße Dein Eduard.