Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 20. April 1933 (Berlin/Dahlem)


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<Stempel: Prof. Eduard Spranger
Berlin-Dahlem=Dorf
Fabeckstr. 13>
20.IV.33.
Mein innig Geliebtes!
Ich muß morgen (Freitag) zu einer neuen Vorstandssitzung des Hochschulverbandes nach Würzburg und komme erst am Sonntag Abend wieder. Die Dinge scheinen ziemlich hoffnungslos zu stehen.
Ich werde einen größeren Geldbetrag auf Dein Sparkassenkonto überweisen, das ich Dich bitte, mir zu diesem Zweck genau zu bezeichnen. Du mußt dann die Güte haben, mir ausdrücklich zu bescheinigen, daß das mein Eigentum bleibt. Sonst müßtest Du nämlich Schenkungssteuer bezahlen. Ich behalte natürlich die Steuerpflicht für diesen Betrag.
Auch hier komme ich aus dem Telegraphieren nicht heraus. Auch die Linnert schreibt wieder jeden Tag.
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In Köln habe ich noch meine Tante besucht, die sich sehr gefreut hat. Sie wird 79 Jahre.
Weitere Mitteilungen lassen sich nicht machen. Ich verweise auf die DAZ. Dir wünsche ich gute Heimkehr nach Heidelberg. Meine Empfehlungen an Frau Weise.
Innige Grüße
Dein
Eduard.