Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 31. August 1933 (Partenkirchen, Postkarte)


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Partenkirchen, 31. August 33!
M. G!  Heute früh pünktlich erhielt ich Deinen lieben Brief. Das Bild ist eines der wenigen ganz guten v. d., die ich in 30 Jahren erhielt. Ich bin eben vom Kammplateauweg mit Felix zurückgekommen. Meine Kräfte reichen noch weniger als voriges Jahr. Nun zu unsrem Plan, der sich leider durch viele Vorschläge von Freunden über ein Treffen in dieser Gegend
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| kompliziert. Ich denke (Änderungen noch vorbehalten), am 6. September früh hier abzureisen und via München (ev. Begegnung mit Frau Kerschensteiner) u. Augsburg etwa 17.28 in Ulm einzutreffen. Dorthin wird am gleichen Tage vermutlich Oe. aus Tüb. kommen. Er hat Sorgen um seine Pr., und wollte eigentlich sogar hierher. Das wollte ich ihm ersparen. Ich werde ihm aber deutlich machen, daß er am Abend spätestens 21.15 wieder heimfahren soll, damit wir den 7. u. 8. ungestört für uns haben. Am 9. muß ich dann, um meinen Zug in Augsburg nach Berlin zu erreichen, um 7 Uhr schon von Ulm fort. Wir werden ja nahe an der Bahn wohnen. Unter diesen Umständen brauchst Du frühestens 11.20 von Heidelberg abzufahren. Du wärst dann immer noch vor mir in Ulm. Von den Hôtels kommen in Frage: Bahnhofhôtel, Münsterhôtel, u. Russischer Hof. Willst Du schon wählen, so müßtest du nach dem Äußeren gehen, andernfalls am Bhf. warten, wo vielleicht <li. Rand> Oesterreich schon ist. Genauere Nachricht folgt kurz vor dem 6.IX. - Heute kam <re. Rand> der erste eigenhändige Brief von Margarete Th. Sonst nicht viel Gutes. Frl. Geppert abgebaut. Besuchte heut Reisinger (aus Schondorf.) <Kopf> Meine Karte aus Mittenwald wird eingetroffen sein. Herzl. Dank für 2 liebe Briefe u. viele Grüße Dein Ed.