Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 29. August 1935 (Bahn Weimar/Berlin, Postkarte)


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Bahn Weimar - Berlin
29.VIII.35.
M. L! Die Weimarer Tage sind wirklich vorübergegangen, ohne daß ich Dir geschrieben habe. Das Gedenken in dieser Goetheatmosphäre u. im - Elefantenhaus war um so intensiver. Von Einzelheiten der wirklich sehr schönen Tagung werde ich Dir - Gottlob bald - erzählen. Heute nur Dank für Heidelberg u. für Deinen l. Brief. - Die Fahrt von H. nach Weimar war schauerlich u. ich kann vor diesem Zug nur warnen. Jetzt sitzen wir in dem Würzburger, der viel angenehmer sch<Restwort unleserlich>, allerdings in der II., denn ich bin etwas klapprig. Schreibe mir bitte bald, ob Du Dich für die Strecke über Würzburg entscheidest. Also am 3.IX. abends!! Der Tag v. Oberschönbrunn war schön - ich danke Dir dafür besonders. Wenn ich nur nicht so klimaempfindlich wäre!
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| Der Übergang in die Menschenfülle war mir anfangs ebenfalls schwer. Am Montag kam Susanne, die sich schnell in die 100 neuen Bekanntschaften hineinfand u. überall herzlich empfangen wurde. Wir habe auch Kirmß besucht. Am Sonntag 3 Stunden im Park mit Leisetreter u. Frau. - Nun wünsche ich Dir eine glückliche Reise. Viel <li. Rand> innige grüße. Susanne grüßt auch. Dein dankbarer Eduard.