Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 8. März 1936 (Budapest)


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Budapest, 8.III.36.
Mein innig Geliebtes!
Verzeih, daß ich auch heut noch nicht selbst an Dich schreiben kann, obwohl ich immer - bei allem Erleben - an Dich denke und ganz besonders nach den gestrigen neuen Nachrichten. Ich bin sehr abgejagt u. muß die wenigen halben Stunden, die zum Schreiben frei bleiben, immer noch für die Durchformung der verantwortlichen Vorträge verwenden. - Wien war übrigens ein sehr großer Erfolg. Der 1. Vortrag hier auch. (Erzherzog Joseph u. der Kultusminister waren dabei.) - Die Adressen hatte ich Dir doch geschrieben. Der Sicherheit wegen: am 14./15. Olmütz, Buchhändler Adolph, Havličekgasse 20. Ab 16 [über der Zeile] 5. - 17 [über der Zeile] 8. Prag, Hotel Esplanade.
In inniger Liebe grüßt Dich mit 1000 guten Wünschen
Dein
Eduard.