Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 23. September 1936 (Berlin, Postkarte)


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23.9.36.
M. L! Der I.X. rückt näher. Hast Du einen kräftigen männlichen Helfer zur Verfügung, damit Du Dir mit schweren Sachen keinen Schaden tust? Ich bitte ja, alle Vorsicht anzuwenden, damit Du nicht etwa ganz "erschöpft" anfängst u. ich von dieser Seite in Ruhe sein kann. - Ich bin inzwischen (gestern) über 1 großen Berg gekommen: den Hauptvortrag in der D. Ph. G. Der Andrang schon zum Begrüßungsabend war ungeheuer. Maximum überbesetzt (wohl 8-900.) Reichswehr, A.A., nicht K.M! Der japanische Botschafter. Ich habe wohl 150 Bekannte persönlich begrüßt u. gesprochen. Die große Sorge war, wie das gewaltige Thema (an dem ich doch 14 Tage mindestens zu tun hatte) in die Zeit hineingehen sollte. Tatsächlich habe ich (unter Vorsitz v. Bauch) 1 St. 25 Min. gesprochen. Der direkte Erfolg war gut. - Am Mittwoch voriger Woche war ich in Hamburg bei m. Tokioer Vorgänger Gundert u. Flitner. Montag habe ich mich noch einmal dem japan. Botschafter vorgestellt, mit dem ich auch heut in 1 Stde zur Besichtigung des von mir mitzunehmenden Geschenks zusammentreffe. Litt u. Frau waren
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| einen Abend da. Morgen Abend kommen noch Bauch, Heimsoeth, Günther, alle mit Frau, v. Brandenstein (Budapest) Gurlitt u. ev. noch <li. Rand> W. Böhm mit Frau. Ende dieser Woche gehen die
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| <li. Rand> ersten Kisten nach Bremen. Man muß die Gedanken sehr zusammenhalten. - Gebiß ist fertig, drückt aber noch. Auch wird noch 1 Zahn gezogen. <re. Rand> Auf der Schiffsreise bitte nichts, was Heimweh wecken könnte! <Kopf> Seitz ist auf dem Kohlhof - mit braunem Pudel Stella.
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<Kopf> Die Bilder von Dir, die ich gemacht habe, sind sehr gut!
<im Postkartenmotiv: Rathaus in Brieg, Bz. Breslau> Klages hat im letzten Moment abgesagt.