Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. Juni 1937 (Miyajima, 2 Post/Ansichtskarten)


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<zwei zusammengehörende Postkarten>
11. Juni 37, Miyajima (Inlandsee)
M. L! Heut habe ich v. Hiroshima Deinen l. eingeschriebenen Brief mit gebracht u. danke Dir u. Frau Prof. Henning hocherfreut. Exc. Irisawa sagte mir neulich spontan, er erinnere sich, daß V. nach Straßburg gekommen sei, um Henning zu besuchen. Bei Nagayo Exc. sind wir am 20.VI. Beide werden sich freuen. - Ist dies nicht Reichenau-artig? Der Blick wenigstens! Aber es ist Salzwasser. <li. Rand> Die Insel ist größer, durchweg bewaldet, bergig, u. das Kloster
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| liegt auf dem Berge. Das Motorboot braucht bis - Allensbach 9 Minuten. Ein stilles, altmodisches Hôtel - für 5 Tage. Drei davon muß ich nach Hiroshima (= Konstanz, um zu reden (50. Vortrag.) In H. ist seit ½ Jahr der junge Dr. Seckel, Sohn des jur. Rectors, mit dem ich Statuten gemacht habe. Es gibt hier Ebbe u. Flut. Am Ufer spazieren die Rehe, aristokratischer als in Nara; aber neulich sah ich, wie ein Barbier erst s. Jun<li. Rand>gen frisierte u. dann dem Reh die Gesichtshaare kürzte!! Eine Katze, die wegläuft?? Gottlob noch keine eigentl. Regen<Kopf>zeit. 2 Tage Wetterglück. Innigst Dein Eduard.