Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 11. Januar 1938 (Berlin, Postkarte)


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<Poststempel: Berlin, den 11.1.38>
M. L!  Wir freuen uns, daß Du glücklich angekommen bist. Leider habe ich mich - anscheinend in Potsdam - gründlich erkältet. Schon am Tage Deiner Abreise hatte ich "eigentlich" eine Grippe, die ich mit Alkohol zurückdämmte. Aber ich mußte ja Dienst tun und bezwang wohl die Grippe, nicht aber die Erkältung. Meine Existenz besteht nur noch im Husten, Prusten und Schnauben. Die Zigarre schmeckt scheußlich, der Kopf ist benommen. Ich schaffe mit Mühe die regelmäßige Vorbereitung (und die zahlreichen Besuche.) Verzeih, daß dieser Gruß nur so kurz ausfällt. Ich bin diesem "rauhen, nassen Klima anscheinend nicht mehr gewachsen.
Innige Grüße Dein E.

[li. Rand] Sei also recht vorsichtig in dieser ungünstigen Jahreszeit.