Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 18. August 1939 (Schuls, Postkarte)


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Schuls, 18.VIII.39.
M. L. Wir beide danken herzlich für Deinen lieben Doppelbrief, und S. insbesondere trägt mir auf, Dir zu schreiben, wie sehr sie sich auf das Zusammensein freut. Ich hatte angenommen, daß Du Dich mit Fr. in Verbindung setzen würdest, wie Du es ja auch freundlich getan hast. Die Sache liegt privatim ganz einfach: es fragt sich eigentlich nur, ob wir auf der Reichenau einigermaßen geeignete Zimmer bekommen können. Dabei ist es gleichgiltig ob 1 + 2 oder 1 + 1 + 1. Letzteres nur deshalb vorzuziehen, weil die nach Osten gelegenen Zimmer freundlicher sind. Wir treffen uns am 24.VIII irgendwo unterwegs mit Stettbacher; am 25.VIII vorm., spätestens abends würden wir in Konstanz sein. Du erhältst nach der R. genaue Nachricht per Karte oder Telegramm. Du müßtest mit Geld für die ersten Tage uns in Ko. abholen. Wichtig wäre noch zu wissen, wann die letzte Autopost nach R. geht; ich denke um 19 Uhr. (Besser wäre gegen 12;) <einige gestrichene unleserliche Wörter> Sonnabend ist. - Irrtum!
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| Ich habe heute das 6. Bad hinter mir. Vielleicht folgt noch 1. Größere Unternehmungen erweisen sich für mich daneben als unmöglich. Es ist auch nichts zu erzählen. Die Tage fließen gleichförmig dahin - ein Altherrendasein. Also viele herzliche Grüße und gute Fahrt. Es würde ja genügen, wenn Du am 23.VIII x) [Fuß] x) Bitte fragen wegen Boot. auf der R. sein könntest. Auf Wiedersehen!
Dein Eduard.