Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 16. Juli 1941 (Heidelberg)


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Heidelberg. 16. Juli 41.
Mein geliebtes Herz!
Vielen Dank für Deinen lieben Brief, der mir überwiegend Gutes berichtete. Auch, daß Marienbad zugesagt hat, freut mich. Es ist nicht leicht, wo anders unterzukommen. Und vor allem ist es hübsch, schon zu wissen, was einem dort beschieden ist: Wohnung, Gegend, Luft - - und hoffentlich diesmal auch anständiges Wetter. Heute, nach mehrmaligem Gewitter friert man bei 17°R, so schnell ist man an die große Wärme gewöhnt! - Gestern habe ich endlich auch auf der Bahn nachgefragt, und einen tadellosen
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| Zug genannt bekommen hier ab 9.28  M. an 18.43 - - Also wäre übernachten nicht nötig, glücklicherweise.
Augenblicklich habe ich nun also Besuch von Eva Eggert, die ich sehr gern mag. Wir waren viel im Walde, gestern den ganzen Tag und haben in Waldhilsbach gut zu Mittag gegessen. Bei der Gelegenheit haben wir auch wunderschöne Himbeeren gekauft und heute ist nun Einmachtag. Sehr erfreulich die niedrigere Temperatur. -
Also darum nur diesen kurzen Gruß, damit Du gleich weißt, daß von mir aus keine Hindernisse vorliegen. Grüße auch Susanne herzlich.
Voll Ungeduld -
Deine
Käthe