Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. November 1942 (Leipzig, Postkarte)


[1]
|
Leipzig, 17.XI.42.
M. L!  Die 2 Leipziger Tage sind zu Ende. 2 Sitzungen, 2 Gewandhausbesuche in der Präsidentenloge (1. Lieder-Abend Goethe. 2. Brahms, deutsches Requiem) 4 Besuche bei Litt; darunter ein Abend mit Kippenberg, 4 Fl. Wein und zu Fuß Heimkehr gegen 1. Kiehms traf ich gestern nicht; aber heute Vorm. War Johanna K. im Hôtel. Herrn Klotz habe ich getroffen. Im Vorbeifahren hat sich manche Erinnerung erneut, eigentlich keine, die ungeteilt schön wäre. Es liegt immer etwas von Leipziger Tönung darüber. Frau v. Str. konnte ich leider nicht mehr besuchen. Denn die Zeit war wieder recht anstrengend und die Ernährung gerade zum Durchkommen. Um 19½ hoffe ich zu Haus zu sein. Beutler u. Wahl waren auch hier. Aber es ist zu keiner eigentlichen Unterhaltung gekommen. Nach Straßburg bin ich zu einem Vortrag eingeladen worden, für 1943 Herbst.
<li. Rand> Nun - qui vivra verra, mais beaucoup du peu?? Ein herzliches <Kopf> Gedenken von hier!
Dein Eduard.