Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 19. Mai 1942 (Heidelberg)


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19.V.
Mein liebes Herz!
Zu erzählen ist heute nichts! Ich schrieb nicht zum Sonntag 1. weil ich dachte, es würde sich am Ende wieder mit einer Nachricht von Dir kreuzen und 2. weil ich eine lästige Entzündung der Augen hatte, teils durch ursprünglichen Katarrh von Staub und Wind, und andrerseits durch die verordnete Salbe. Jetzt ist es wieder besser. Wir haben wundervolles Sommerwetter, der Wald ist schon nicht mehr vielfarbig, - in der Sonne sind 30°R.! Immer Extreme. -
Ein buntes Gemisch von Form und Gehalt geht hiermit an Dich ab. Möge es Dir
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| nicht schädlich sein. Es wird mir immer versichert, es sei ihre gute Sorte.
Wie mag es Dir mit der schweren Semesterarbeit gehen? Da ich keine Antwort auf meine Anfrage bekommen habe, vermute ich, daß Du erst sehen willst, wie es damit sich einrichtet.
Grüße Susanne und bleibe gesund. Noch einen herzlichen Gruß auch für Dich mit jedem Glimmstengel von
Deiner
Käthe.