Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 10. August 1943


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10.8.
Mein Geliebtes!
Rosel, unsre Einquartierung vom Luftgauamt, bringt vom Nachtdienst die Nachricht, daß heute ein schwerer Angriff auf Mannheim stattgefunden hat. Schreibe bitte, wie es Dir geht, und zwar gleichzeitig hierher (Karte) und Hauptnachricht nach Johannesmühle bei Bad Freienwalde/Oder, bei Herrn Dr. Reeh. Ist die Verbindung nach Frankfurt gestört, so stecke die Post in einen nach Würzburg gehenden Zug.
Du siehst, wir haben durch Güte ganz Unbekannter etwas für 3 Wochen gefunden. Näheres heute nicht, da ich erst vor 1½ Tagen geschrieben habe. Ida ist noch nicht da, soll dann aber mitgehen. Erika mit den Kindern ist in Geislingen. Von ihm fehlt Nachricht.
Nun ist die neue Sorge um Dich!
Dein Eduard.

[li. Rand] Es heißt, die Straße MittenwaldInnsbruck sei für Panzer nicht mehr befahrbar.
[re. Rand] Heute sind die Japanbriefe eingeschr. abgegangen.