Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 10. Oktober 1943 (Dahlem, Postkarte)


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Dahlem, den 10. Oktober 43
abends.
M. L.  Seit dem 24. September (Datum des Briefes) habe ich von Dir nichts mehr erhalten. Ob etwas verloren gegangen ist? Am 3./4.X. war es bei Euch wieder unruhig. Meinerseits habe ich etwa am 27.9 zuletzt geschrieben. Wie geht es Dir? Die Post arbeitet sehr unregelmäßig. Ein eingeschriebener Brief von Freienwalde hat ca 24 Tage gebraucht. – Wir hatten gestern 3mal, auch am Tage, Alarm. Aber Berlin wurde nicht betroffen. In der letzten Zeit war ich ziemlich in der Arbeit. Den Vortrag für Leipzig 8.XI. habe ich mit Sorgfalt abgeschlossen. Wir waren bei dem herrlichen Wetter auch mehrfach draußen. Dazu die Hochzeit, die Filmerei. Heute sprach Diem in der Goethe-Gesellschaft. In Verbindung damit hatten wir Besuch von dem Ehepaar Haas aus Johannesmühle. Reeh ist an das Werk in Kelheim versetzt. (Bekannten Gedenkens!)
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| Emmy Frommherz hatte wieder im August eine Operation durchzumachen; läßt Dich herzlich grüßen. Ich schreibe bald mehr. Es wäre lieb von Dir, wenn Du bald hören ließest, wie es Dir geht.
Herzliche Grüße von uns beiden!
Dein getreuester
Eduard.