Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 9. März 1943 (Heidelberg, Postkarte


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9.III.43.
M. l. H. Es tut mir sehr leid, daß die Verzögerung meines Schreibens eine Beunruhigung für Dich veranlaßt hat. Für Deine beiden Briefe war ich so dankbar und war nur am 6. durch den Besuch beim Arzt den ganzen Vormittag in Anspruch genommen, sodaß ich erst an dem üblichen Ruhetag: am Sonntag zum Schreiben kam. Inzwischen ist ja mein Brief auch eingetroffen. Mit meinen Augen geht es dauernd besser, wenn ich auch die Behandlung noch fortsetzen muß. Auch sonst schlägt die Behandlung an. – Ich bin nur froh, daß die Bücher bei dem Angriff nicht Schaden litten. Aber die "Beigabe" ist wie es scheint, nicht heil angekommen. War sie vielleicht bereits gekocht?
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Wir haben augenblicklich jede nacht Alarm, so von 10–2, heute auch gegen Mittag Voralarm. Es war aber bisher nichts in der Nähe. Und hiermit melde ich auch im voraus ein kleines Weißbrot, dessen Zwilling ich für mich selbst behielt. Lege es nutzbringend an. Ich tue desgleichen. – Mit herzlichen Grüßen Euch beiden. D. K.