Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger und Susanne Conrad, 12. Dezember 1943 (Heidelberg)


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Heidelberg. 12.XII.43.
Ihr Lieben,
so armselig war Weihnacht noch nie! Aber wenigsten dieser kleine Gruß wird Euch hoffentlich zur Zeit erreichen und Euch ein Zeichen meines treuen Gedenkens sein. – Lauter "entliehene" Dinge schicke ich Euch: das hübsche Kästchen ist eine Arbeit von der sinnigen Lili Scheibe, nur der prosaische Inhalt ist von mir, liebe Susanne! Und als ich mir von den Büchern der verehrten Frau Wille etwas aussuchen sollte, wählte ich den Hansjakob im Gedanken an Dich, lieber
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| Eduard. Und ich habe es mit Freude gelesen, hoffe daß es Dir ebenso liebe Erinnerungen weckt, wie mir. Der Wochenkalender ist noch nicht da, seit anfangs November jage ich ihm nach. Er ist aber versprochen.
Möget Ihr ein gesundes, ungestörtes Fest haben. Unsre Gedanken begegnen sich mit Wünschen und treuen Grüßen.
Eure
Käthe.