Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. März 1944 (Berlin, Postkarte)


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<Da der Poststempel seitlich links über den Text geht, war an diesen Stellen nur bedingt Korrekturlesen möglich.>
15.III.44.   15 Uhr.
M. L.  Hauptzweck dieser Karte ist, Dir mitzuteilen, 1) daß Dein l. Brief vom 12.III. am 14.III. mittags hier eingetroffen ist. Beantwortet wird er später; 2) daß Dein dringendes Packet vom 22.II. mit den P-Karten u. Stärkungsmitteln dankbar begrüßt, heute (!) angekommen ist. – Ich habe heute das Semester geschlossen; wir planen, am Montag, 20.III. für mindestens 8–10 Tage nach Neu-Hardenberg / über Müncheberg/Mark zu gehen. Ida fährt nach Breslau, ein Student als Haushüter ist gewonnen. Morgen früh haben wir die schmerzliche Pflicht, der Trauerfeier für Frau Rosen beizuwohnen, die am Donnerstag in Templin (Uck.) durch eine Bombe ihren 3 Kindern entrissen ist. Pappenheims sind in Kl. Machnow völlig ausgebrannt. Kayßler, dort wohnhaft, nicht, aber verhindert zu lesen, weswegen Susanne die 500 Adressen ein 2. Mal schreiben <li. Rand> mußte. Mit Deinem Packet gleichzeitig kam das Bodenseebuch 1944, das ich aber kaum ansehen darf, ohne zu heulen, und Einladung nach <re. Rand> Athen, die ich ablehnen werde. Wie gut, daß die Nachrichten über Ruges <Kopf> falsch waren. Du solltest die alte Schwätzerin zur Rechenschaft ziehen. Sehr müde! Innigste Grüße Dein
Eduard.