Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 22. Juli 1944 (Berlin/Dahlem)


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Dahlem, den 22. Juli 44.
Mein innig Geliebtes!
In der letzten Nacht waren wir 1 Stunde im Bunker; in unsrer Gegend ist nichts geschehen.
Was ich Dir vor einiger Zeit über unsre Partie von Schwackenreuthe geschrieben habe, solltest Du noch aufmerksamer lesen. Deine Antwort war irrig.
Vorgestern war Leisegang dienstlich hier und hat die Nacht über bei uns kampiert. Er ließ uns lange warten, weil er in Verkehrsstörungen hineingeriet. Meinen besonderen Freund habe ich am 12. Juli zum letzten Mal gesehen. –
Über die Begegnung mit Hermann schrieb ich schon Ob er rechtzeitig zu seinem Zuge gekommen ist? Die [über der Zeile] U-Bahn Strecke war in der Nacht demoliert worden.
Innigste Grüße
Dein
Eduard

[li. Rand] Nun hilft auch Sympatol nicht.