Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. Dezember 1944 (Berlin/Dahlem, Postkarte)


[1]
|
Nr. 11.      Dahlem, den 28.12.44.
M. L!   Heute kam Dein lieber Brief vom 10.12. (gestempelt 11.12.)! Hingegen scheint der vom 2.12., worin die Nrn. gelegen haben werden, endgiltig verlorenx, leider! Gestern in Nr. 10. habe ich herzlich dankend bestätigt das Buch, das Gebäck und das Gestrickte. Ein Brief von Dir muß noch unterwegs sein (nach dem 21. geschrieben.) Über den Verlauf Deiner Festtage hoffe ich auch noch zu hören. Hier war es kalt; mein Katarrh ist wieder schlechter. Ich bleibe viel zu Hause und schreibe, schreibe. Es ist nicht zu schaffen. Neues gibt es sonst nicht zu berichten. Ida ist für 14 Tage bis 2.I. arbeitsfrei. Nachrichten aus Baden-Baden brauchen auch fast 14 Tage. Laß es Dir möglichst gut gehn und sei vorsichtig!
Viele herzliche Grüße von uns beiden
In Dankbarkeit Dein E.

<li. Rand, von fremder Hand>
x Von mir verschuldeter Irrtum, verzeih! Ich bildete <Fuß> mir ein, längst gedankt zu haben. Wir waren sehr beglückt,
[2]
| u. ich bin auch zl. sicher, das ausgesprochen zu haben. Vielleicht ist ds. Brief nicht angekommen. Mit großer Dankbarkeit genieße ich bedächtig das schöne Quittenbrot, wenn es auch leider die Krone eines m. Eckzähne festgehalten hat. Die Schuldfrage erübrigt sich ja in diesem Fall.
<li. Rand>
In treuem Gedenken u. mit den allerbesten Wünschen
Deine Susanne.