Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Käthe Hadlich an Eduard Spranger, 27. Dezember 1944 (Heidelberg)


[1]
|
Heidelberg. 27.XII.44.
Mein geliebtes Herz!
Die Feiertage haben die Ruhe zum Schreiben noch nicht gebracht, teils durch ununterbrochenen Alarm, teils durch Zusammensein mit Menschen, teils durch die Arbeit an dem Kalender, der hier bis auf den Hintergrund erscheint. Möge er vorläufig ohne ihn heil in Deine Hände kommen. Von allem andern schreibe ich hoffentlich heute noch. Persönlich habe ich nichts Ungünstiges erlebt, sondern hatte nur gute Eindrücke, auch scheint sich ja die allgemeine Lage zu bessern. Wenigstens ist hier eine entschieden gehobenere Stimmung.
[2]
|
Dieser Brief soll dir nur sagen, daß ich "ohn' Unterlaß" Dein gedenke und Dich und Susanne mit vielen treuen Wünschen ins kommende Jahr geleite. Bald, hoffe ich, wird nun auch mal eine Nachricht von Dir kommen, die mir sagt, daß von meinen vielen Briefen einige Dich erreicht haben.
Die innigsten Grüße von
Deiner
Käthe.