Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 15. Januar 1945 (Berlin, Postkarte)


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Montag, 15.I.45.

Nr. 3.
M. L!   Gestern haben wir – in Steigerung – 3 Angriffe gehabt: um 12½, 20 und 23½. In unsrer Gegend war nichts; was sonst, weiß ich noch nicht. Das Seminar hat wieder leichten Schaden. Trotz des unruhigen Tages waren wir von 16½ – 17½ bei den Potsdamern. Am 11.I. kam Dein lieber Brief vom 8.I. Antwort erst später. Herzlichen Dank! Die Zahl der Hörer im Plato nimmt ständig zu; Seminar nimmt ab. Goethe ist neu gesetzt. Kurzrock war nicht zu Hause; es muß auch so gehn. Was er verschreibt, ist nicht zu haben. Gäbe es bei Euch noch Menthol-Drageés? Ich habe Frau Ludwig besucht, in einem Hause, <li. Rand> das als letztes in einer Wüste steht. Für heute nur diesen kurzen <re. Rand> Gruß.
Innigst Dein Eduard.