Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 26. Februar 1945 (Berlin/Dahlem, Postkarte)


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Dahlem, den 26.II.45.
13.30.

Nr. 15.
M. L!   Wir haben soeben wieder einen Großangriff gehabt; nicht in Dahlem. Fast 2 Stunden im Bunker. Dies alles bei Regen und Sturm. – Ich bin gewiß ein Hundefreund; aber 4 solche Biester mit im Bunker, das ist ein Mißbrauch. Im Ernstfall verfängt man sich schon in den Leinen. – (Karte) Nr. 11 ist inzwischen auch angekommen. Schade, daß man nicht mehr nach Neckarsteinnach gehen kann! Hier ähnlich am Nollendorfplatz. – Gestern 25.II. kam überraschend mein Patenjunge Wolfgang Herchenbach (Halle). [über der Zeile] 20 J. Er ist bei den Fliegern. So berichtet man Beiläufiges, während in der Stadt wieder das Eigentliche geschehen ist. Grauenhaft!
Viel herzliche Grüße
Dein
Eduard.

[li. Rand] Ob der el. Strom heute Abend wiederkommt?
[von fremder Hand?] Ist schon nachm 3h da!