Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 2. März 1947 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, 2. März 47.
M. L! Im Stile einer Zwischennachricht möchte ich mich herzlich bedanken für das hervorragende Gebäck, das mir Anteil an der äußeren Seite der Geburtstagsfeier gab, und beiden gütigen Spendern freudig den Empfang des T.s bestätigen. Alle Dampfkraft unterstützt den jetzt sehr lebhaft im gange befindlichen Arbeitsprozeß. Am 25.II. war leider hier kein freundliches Wetter. Ich hielt mein Oberseminar am Nachmittag (ein stilles Übereinkommen mit denjenigen, die hier sind) und feierte im stillen. Für einen Meditationsweg war es zu kalt. Auch um Deinetwillen ist es mir unlieb, daß die Kälte noch anhält. Hier sind die Straßen oft schauerlich glatt. – Ich muß jetzt immer zwischen 4–5 ganz verschiedenen Gegenständen wechseln. Es geht aber im ganzen gut voran. Gespannt bin ich über die Nachricht über den Verlauf des festlichen Zusammenseins. Hoffentlich ist Dir der vielstimmige Chor gut bekommen. Für mich hoffe ich auf einen Dienstpaß.
Weitere Nachrichten folgen. Dies sei nur ein kurzer Dank von der gesamten Belegschaft. Mit innigen <. Rand> Grüßen Dein Eduard.