Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 13./14. Juni 1947 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, 13.6.47.
M. L! Der gestrige Spruch lautete dahin, daß nicht Organisches vorliege, nicht einmal am Herzen, ja daß sogar der Blutdruck normal sei – was ich verstehe als "altersnormal." Nur das vegetative Nervensystem funktioniert nicht ordentlich; daher mangelhafte Durchblutung u. entsprechende Maßnahmen. Damit aber nicht ganz ein "Objekt" fehle, habe ich mir heute vorsorglich den letzten Weisheitszahn ziehen lassen. Dies war kein Vergnügen, weil es 10 Minuten dauerte, bis die geradezu hakenartige Wurzel heraus war. Ob die beiden anderen (die doch da sein müssen) vorher heraus waren oder drin geblieben sind, will ich z. Z. nicht erforschen. Dies alles neben dem "Betrieb" ist etwas viel. Gestern sprach hier John Mott. Ich habe aber kein Motto finden können. <li. Rand> Bald ausführlicher. Dies nur zur Ergänzung. Herzlichste Grüße
Dein Eduard.

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|<Handschrift SCs>
14.6.
Herzl. Dank für l. Brief u. die sehr willkommenen Flocken!
Ed. heute nach sehr guter Nacht wesentlich besser.