Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 25. Juni 1947 (Tübingen, Postkarte)


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Tübingen, den 25.6.47.
M. L! Es war in der letzten Zeit etwas mehr zu tun, als angenehm war. Und die nächsten Tage scheinen einen freundlichen Sturm zu bringen, der nicht so leicht auszuhalten sein wird. Da möchte ich Dir vorher doch wenigstens einen herzlichen Gruß senden. Heute Vormittag war ich bei Hrn. Siebeck, der bereit ist, die erforderliche Bescheinigung zu schreiben. Wenn nur die Maßgebenden sich endlich darüber ausließen, wann und wie die "Internationalen Ferienkurse" hier stattfinden sollen! Daß Hermann endlich da ist, war mir eine ganz große Freude. Hoffentlich kann er über Heidelberg weiterfahren! Wir hatten Besuch von Frau Wünsche (Fabeckstr. 11.), Frl. Titze (Dahlem), Hrn. Niemeyer, Siebecks Schwiegersohn. Es ist hier überhaupt ein Taubenschlag. Aber heute ist ein strahlendes Sommerwetter; die Gingos und der Bot. Garten sind in üppiger Fülle. Ebenso die Sondervorträge. Man schläft nicht genug, weil es abends zu hell ist. Ich begnüge mit mit diesen wenigen Worten und hoffe, <li. Rand> gleich nach dem 27.6. ausführlicher schreiben zu können. Pflege Dich nach Kräften und leide keine Not. Herzliche Grüße von uns dreien.
Innigst Dein Eduard.

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| <von fremder Hand, vermutl. SC>
Falls ein Paket von Zollinger kommt, nimm es auf es doch zur Weiterbeförderung an, bitte.