Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 28. August 1947 (Freudenstadt, Postkarte)


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Freudenstadt, am 28.8. (Goethe) zum 31.8.47.
M. L.  Für Deine beiden lieben Briefe herzlichen Dank! Wir würden Dich wegen der Hitze und Trockenheit in der Ebene bedauern, wenn es für Deine Wohnung nicht gut wäre, Wärme aufzuspeichern. Hier in 1 Woche keinen Tropfen Regen, keine Hitze, höchst geeignetes Wanderwetter. Der Weg nach Alpirsbach (cf. 1904 u. 1912) gelang, zurück bis Lauterbad mit dem Zuge. Für andere Unternehmungen reichten die Kräfte nicht mehr ganz. Vor Baiersbronn kehrten wir um, ohne Schönblick erreicht zu haben. Gestern wollten wir über den Kastlstein nach Rippoldsau, kamen aber nur bis Zwieselberg. (Suppe.) Das Herz reicht bei mir nicht mehr für größere Steigungen. Wir haben bisher nur den erwähnten Herrn vom 20.7. besucht; sonst leben wir solo (als einzige Gäste im Hause) u. sind faul. Die 1. Post war wieder maßlos; darunter auch liebe Zeilen v. Hermann, der sich 1903 sein größtes Verdienst erworben hat. Daran denke ich hier mit tiefer Dankbarkeit. Wir bleiben längstens bis 2.9. Dann soll <li. Rand> Part. folgen (mit Wenke) und am 15.9. abschließend Ulm. Heute nur <Kopf> kurz, aber intensiv!! Innigst Eduard u. Susanne.