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7.6.48.
Meine einzige Freundin!
Es ist z. Z.
ganz unmöglich mit der Arbeit durchzukommen. Daher noch einmal eine
kurze Zwischennachricht, vor allem, um den Eingang Deiner lieben
Sendung zu bestätigen. Probiert ist noch nichts. Es paßt wenig in
diesen Zusammenhang, aber es muß doch gesagt werden: schon längst
schulde ich Dir eine kl. Postanweisung [über der Zeile] x. Aber wenn – was garnicht sicher – am
1.VII. die Währungsreform kommen sollte, so hätte sie
[über der zeile] x jetzt keinen Sinn. Ich kündige
also an, daß Du in dem besagten Fall sofort, wenn ich neues Geld habe, etwas vor mir
erhalten wirst.
Ich war am 29.5. in
Stuttgart. Große Verspätung, so daß ich erst 2 Min.
nach dem Anfangstermin in den Saal
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Minister Bäuerle begrüßte.
Nachher nettes Zusammensein mit ihm und anderen in einem richtigen,
neu eröffneten Restaurant, sogar mit viel Wein. Sonntag früh sogleich
Rückfahrt, von
Jutta v. Rabenau
zur Bahn begleitet.
Donnerstag – Zeit mühsam ausgespart – zum
üblichen Haarschneiden nach Reutlingen.
Strömender Regen. Wieder 40 Min. Verspätung.
Samstag
Doktorfeier bei
Haering auf der
Veranda für m. ersten hiesigen Schüler (
Dürr Nr. 1,
Frau
Mahn Nr.
2.)
Gestern
Georg Weise
und
Frau und
Koll. Brinkmann (früher
Heidelberg) zum Kaffee bei uns. Heute 5
Extrasachen zu dem bißchen Arbeit, die knapp fertig geworden ist.
Susanne ist um 15 Uhr für 2
Tage nach
Alpirsbach gefahren.
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Matussek habe ich nach
Amerika empfohlen; aber ich billige diesen
Plan nicht.
Ich habe mit äußerster Mühe den Beitrag für die
Radbruchfestschrift "Nemo
contra Deum nisi Deus ipse" einigermaßen fertiggestellt. Einladung zu
bombastischer Schulkonferenz in
Wiesbaden
habe ich abgelehnt. Ebenso zur Ev. Akademie
Bad
Boll.
Es scheint, daß das W.S. diesmal erst Anfang
November beginnt. Dadurch wurde erfreulich Zeit frei, ev. auch für
Durand. Aber ich muß nun auch
wirklich einmal eine Erholung haben.
Es ist gleich ½ 11 und
morgen früh ist Vorlesung, nachm. Seminar. Sieh also dies nur als
eine Postkarte an. Vielleicht komme ich doch so weit wieder à jour,
daß ich auch einmal wieder richtig schreiben kann. Ich bin recht
gehetzt.
Innigen Dank und viele Grüße, in die ich das Wärmste
meines Herzens <re. Rand> hineinlege. Dein Eduard.
Schade, daß die Speisung schon vorbei!!