Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 5. August 1948 (Tübingen, Postkarte)


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5. Aug. 48.
M. L! Leider konnte ich Dich nicht vorher benachrichtigen, daß ich mich entschlossen hatte, schon gestern (Mittwoch) zurückzufahren. Das Leben unter den vielen Menschen wurde mir zu anstrengend. Mein Vortrag ist völlig verpufft, weil das Interesse des Kongresses auf einem ganz anderen Gebiet lag. Das Zusammensein mit Frl. Dorer (und ihrer Schar) gehörte noch zum Hübschesten. Aber wenn man sich zwischen 50 Bekannten zu teilen hat, kommt eigentlich für niemanden etwas heraus. Wir fahren morgen Nachm. nach Freudenstadt (Haus Sonnwärts am Friedrichsturm.) Von dort werde ich Dir Weiteres schreiben. Im Augenblick bin ich zu kaputt und mit Korrespondenz (Porto!) überlastet. Schone Deine Hand! Das kurze Wiedersehen war schön. Dank für Zigarren und <li. Rand> Federn. Ist nicht die Qualität dieser Postkarten Symbol unsrer Ge< re.Rand>samtlage? Innigst Dein Eduard.