Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 17. März 1949 (Tübingen, Postkarte)


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17.III.49.
M. L.  Es geht mir wieder normal (lies altersnormal) Du kannst darüber völlig beruhigt sein. Um 14.50 fahre ich heute nach Stuttgart, um den Vortrag: "5 Jugendgenerationen 1900–1949" für das Rote Kreuz zu halten. Vorher nur einen kurzen Gruß. Es ist ja sehr merkwürdig, daß wir beide fast gleichzeitig nach der Reichenau geschrieben haben. Ich habe noch keine Antwort, bin aber durch den Brief an Dich zur Genüge orientiert. (Er kommt das nächste Mal zurück.) Ein Aufenthalt dort ist also noch nicht möglich. – Hier ist nun der lange erwartete Schlag ins Kontor eingetreten: Krüger hat sich für Heidelberg entschieden. Er ist eben schon abgereist, um seine Wohnung in der Nähe der Dantestr. herrichten zu lassen, und hat mir den ganzen Rest auch seiner Prüfungen freundlich hinterlassen. Das muß nun diesmal durchgestanden werden, aber nie wieder so, wie ich dem guten Herrn Mack, Hermanns Freund, schon klar gemacht
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| habe. Die Arbeitsmöglichkeit in den Ferien verflüchtigt sich in nichts, zumal da ich vom 1.–5. April auf der Comburg u. in Stuttgart zu tun habe. 7 Tage muß ich dann irgendwo in die Erholung. Selbst hier ist doch noch jeder Betrieb voller Pannen. 1 Ordinarius im Sommer! Berufungsberatungen etc. Schinzinger hat als erster direkt aus Japan geschrieben. Der Raum ist zu Ende. Im kleinsten Format <li. Rand> größte Wünsche u. herzl. Grüße
Dein Eduard.