Briefwechsel Eduard Spranger/Käthe HadlichBibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung

Eduard Spranger an Käthe Hadlich, 8. August 1950 (Tübingen, Postkarte)


Tübingen, 8.8.50.   M. L!  Nur keine Beunruhigung! Daß ein Unternehmen einmal nicht klappt, ist nicht schlimm. Dafür ist es ein anders Mal wieder so schön wie in Maulbronn. Die Hauptsache ist doch das Zusammensein. Da ich öfter durchkomme, wissen wir das nächste Mal, was wir nicht machen sollen. – Ich fuhr sehr bequem und nobel bis Stuttgart, hatte dort noch 3 Minuten Triebwagenanschluß bis Ploch, und war schon 9.10 am Bhf Tübingen. Noch schneller geht es nicht. Am Sonntag war erst der Mannheimer <unleserliches Wort> Dr. Hauck
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| da; nachmittags (an Nieschlings 70. Geburtstag) ein Konabiturient mit Frau, den ich seit Jahrzehnten nicht gesehen habe. Nun ja! – – – Gestern lange Besprechung mit Wenke, der auf 3 Tage nach Blaubeuren geht. Mein Aufsatz ist im Werden. – Ich kann mich auch nicht mehr besinnen, was Du in der Zeitung suchen solltest. Hoffentlich fährt das neue Gespann gut. – Mit unsrer Sommerfrische sieht es mülmig aus. Der Schw. soll stark besetzt sein. Erbringt die Anfrage an den Verkehrsverein Lenzkirch nichts, sitzen wir auf dem Trocknen. Später als am 14.8. möchte ich nicht fort. Vorher kommt noch Sus. Eggert aus Nicolassee. Frl. Geppert sitzt in Königsfeld, Louvaris ist für demnächst zu erwarten, aber hoffentlich erst im September in Tübingen. Ich brauche auch mal etwas Stille. – Der gute Wieslocher Wein schmeckt mir noch heute. Es lohnt sich eben doch, nach Heidelberg zu kommen. Nun laß es Dir gut gehn, habe Dank und sei herzlichst gegrüßt von Deinem
Eduard.